Mutterseelenallein – Warum es kaum Mütter in Zeichentrickfilmen gibt

SZ-Magazin 30/2015

Erschreckend viele Kinderfilme haben eine Gemeinsamkeit: Die Mütter müssen sterben. Warum nur?

Auszug: Was ganz Ähnliches wie im Erwachsenenfilm: Auch dort spielen Frauen sehr oft eine untergeordnete Rolle. Sie werden über den Mann definiert. Oder ganz geopfert. Für den Erwachsenenfilm hat die US-Zeichnerin Alison Bechdel Mitte der Achtzigerjahre in einem ihrer Comics einen Test ersonnen, leicht augenzwinkernd. Seither kann ein Film als zumindest potenziell frauenfreundlich gelten, wenn er Bechdels drei Kriterien erfüllt: Er muss mindestens zwei weibliche Charaktere mit Namen haben; die Frauen müssen miteinander sprechen; und zwar über etwas anderes als einen Mann. Gerade mal die Hälfte der modernen Hollywoodfilme besteht den Bechdel-Test. Das heißt noch lange nicht, dass alle diese Filme starke weibliche Charaktere zeigen würden….

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/43350/Mutterseelenallein